Nasenscheidewand-Operation (Septum-Operation) 


Verbiegungen der Nasenscheidewand behindern die Nasenatmung. Sie können die Folge früherer Nasenbeinbrüche, aber auch wachstumsbedingt sein. Die Behinderung der Nasenatmung begünstigt Folgeerkrankungen wie Nasennebenhöhlenentzündungen, Ohrtrompetenkatarrhe, chronische Rachen- und Kehlkopfentzündungen, Katarrhe der unteren Atemwege oder Kopfschmerzen.


Die Operation
Von einem Schnitt im Naseninneren werden die verbogenen Teile der Nasenscheidewand unter der Schleimhaut freigelegt, überschüssige Knorpel- und Knochenanteile entfernt, andere gerade gerichtet. Im allgemeinen führt die Behinderung der Nasenatmung bei Nasenscheidewandverbiegung zu einer erheblichen Vergrößerung der unteren Nasenmuscheln. Aus diesem Grund wird bei der Mehrzahl der Patienten, die zu einer Nasenscheidewandoperation kommen, ein kleiner Zusatzeingriff erforderlich sein. Dieser dient der Verkleinerung der angeschwollenen unteren Nasenmuscheln. Einerseits wird dabei der Kopf der unteren Muschel in seiner Tiefe leicht koaguliert (d.h. elektro-thermisch geschrumpft), und andererseits werden die vergrößerten hinteren Enden der unteren Nasenmuscheln abgetragen, was mit der Nasenscheidewand-Operation in einer Sitzung durchgeführt werden kann.
Nach der Operation wird Ihre Nase in der Regel für einige Tage ausgestopft, damit zusammengehörige Schleimhautanteile gut mit einander verkleben können. Sie müssen solange durch den Mund atmen.


Komplikationsmöglichkeiten
Kein Arzt kann den Erfolg seiner Behandlung und ihre absolute Risikofreiheit garantieren. Die allgemeinen Komplikationen operativer Eingriffe, wie z.B. Infektionen, Thrombosen (Bildung von Blutgerinseln), Embolien(Schlagaderverschlüsse durch verschleppte Gerinsel) und Überempfindlichkeiten auf Nahtmaterial und Betäubungsmittel sind bei diesem Eingriff jedoch vergleichsweise selten. Wie bei allen anderen Eingriffen kann auch bei dieser Operation eine Nachblutung auftreten, die normalerweise mit einer neuen Tamponade gestillt wird. Von einer echten Nachblutung zu unterscheiden und unbedenklich ist die geringe wässrig-blutige Sekretion aus der Nasentamponade nach vorn. Sie kann mit etwas Zellstoff abgetupft werden und entsteht durch die Tränenflüssigkeit, die von der Tamponade in ihrem normalen Abfluss gestört wird und Blutreste mit herausspült. Wenn allerdings beim Nachvornebeugen tatsächlich Blut von der Nase abtropft, sollten Sie Ihren Operateur zu Rate ziehen.
Normalerweise zieht die Nasenscheidewand-Operation keine Veränderungen der äußeren Nasenform nach sich. Bei schwierigeren Nasenscheidewandplastiken, z.B. nach schweren, durch Unfall bedingten Knorpelzertrümmerungen sowie nach früher erfolgten Operationen an der Nasenscheidewand, kann es aber manchmal zu einer Knorpeleinsenkung mit Einsattelung des Nasenrückens kommen. Diese kann sofort, oder wenn sie erst später auftritt, in einer zweiten Operation ausgeglichen werden kann.
Oft neigt die Nasenschleimhaut nach Entfernen der Tamponade zu Borkenbildungen und zum Anschwellen. Das sollte Sie nicht beunruhigen und am Erfolg der Operation zweifeln lassen, wir helfen Ihnen bei der Nasenpflege.
Bei starken elastischen Spannungen im korrigierten Nasenscheidewandknorpel oder bei Verwachsungen der Schleimhaut kann sich die Nasenscheidewand erneut Verschieben und die Nasenatmung und sehr selten auch das Geruchsvermögen beeinträchtigen. Diese seltene Komplikation kann durch einen Zweiteingriff behoben werden.
Selten kommt es nach der Operation zu einem Loch in der Nasenscheidewand, das wiederum nur ausnahmsweise Beschwerden verursacht (Pfeifgeräusch beim Atmen, Neigung zu Nasenbluten). In solchen Fällen kann das Loch operativ verschlossen werden.
Schwerwiegende Komplikationen, wie Verletzungen der Schädelbasis mit Hirnwasserfluss oder Sehverlust auf einem Auge sind so extrem selten, daß wir Ihnen dazu nicht einmal statistischen Angaben mitteilen können.


Verhalten nach der Operation
In den ersten 2 Wochen nach dem Eingriff sollten Sie alles vermeiden, was den Blutdruck erhöhen könnte. So sollten Sie nicht Sport und Gymnastik treiben, nicht heiß baden oder sich sonnen, nicht schwer heben oder schwer körperlich arbeiten, keinen starken Kaffee oder größere Mengen alkoholischer Getränke zu sich nehmen. Schutzimpfungen sollten frühestens 4-Wochen nach der Operation vorgenommen werden.