Informationen zur Laser-Concho-Tomie (LCT) 

Was sind Nasenmuscheln? 

Beidseitig an der Nasenwand liegen drei Nasenmuscheln mit Schwellkörpern. Die Nasenmuscheln befeuchten, erwärmen und reinigen die Atemluft. Sie schwellen dabei je nach Erfordernis an oder ab. Dieser natürliche Ablauf kann durch äußere oder innere Einflüsse gestört werden. Die Muscheln schwellen dauerhaft an. Dadurch wird die Nasenatmung stark beeinträchtigt und es können Kopfschmerzen oder Nasennebenhöhlenentzündungen auftreten.

 

 

Wann ist eine Conchotomie sinnvoll? 

Abschwellendes Nasenspray bessert die Beschwerden zwar kurzfristig, schädigt aber auf Dauer die Nasenschleimhaut und führt zu dauerhafter Abhängigkeit vom Spray. Kortison, das in die Nase gesprüht wird, kann die Funktion der Nasenmuscheln wieder normalisieren. Wenn der Erfolg jedoch nicht anhält und der Leidensdruck groß ist, sind operative Maßnahmen hilfreich.

 

 

Operationsverfahren
Der Eingriff wird meist in örtlicher Betäubung durchgeführt, kann aber auch in Allgemeinnarkose erfolgen. Die Operation erfolgt durch das Nasenloch. Das Ziel ist es, die Nasenmuscheln zu verkleinern und die übermäßige Schwellfähigkeit zu reduzieren. Dazu gibt es verschiedene Wege. In unserer Praxis  werden die Schwellkörper mit LASER verödet bzw. geschrumpft. Die dadurch ausgelöste Vernarbung strafft das Gewebe und die Nasenmuscheln werden kleiner.

Zum Ende der Operation erhalten alle Patienten eine vorübergehende Tamponade zur Blutstillung in die Nase. Sie kann in der Regel mit Verlassen der OP-Praxis wieder entfernt werden.

 

 

Ist der Eingriff gefährlich? 

Auch wenn die LASER-Behandlung eine relativ blutungsarme Behandlungsmethode ist, ist eine für den Patienten sichtbare Blutung nach der Operation eher normal und somit nicht ungewöhnlich.

Trotz größter Sorgfalt kann es in Einzelfällen während und nach der Operation zu Komplikationen kommen, die auch lebensbedrohlich sein können und unter Umständen weitere Behandlungsmaßnahmen/ Nachoperationen erfordern. Gesundheitliche Vorbelas-tungen (z.B. Erkrankungen/ Vorschädigungen, Voroperationen, bestimmte Lebensgewohnheiten) können zu individuell erhöhten Risiken führen. Der Arzt wird Sie im Aufklärungsgespräch näher informieren, welche individuellen Risiken gegebenenfalls bei Ihnen bestehen.

 

 

Mit welchen Komplikationen ist zu rechnen? 

Den Erfolg seiner Behandlung und ihre absolute Risikofreiheit kann kein Arzt garantieren. Die allgemeinen Gefahren operativer Eingriffe, wie Infektionen, Lungenembolie,  Überempfindlichkeitsreaktionen, Nebenverletzungen von Organen, Blutgefäßen und Nerven, sind bei der LASER-Conchotomie aber vergleichsweise gering.


Spezielle Folgen und Risiken 

In den ersten 24 Stunden nach der OP kommt es in der Regel zu einer mehr oder weniger blutigen Sekretion aus der Nase. Das ist normal. Richtige Nachblutungen sind selten und in der Regel durch Tamponade zu stillen. Bitte rufen Sie Ihren Operateur in jedem Zweifelsfall auch nachts an, wenn Sie unsicher sind. Nur ausnahmsweise muss man erneut operieren. Massive Nachblutungen sind allerdings nicht völlig unmöglich. Neben den allgemeinen Risiken eines starken Blutverlustes bestehen dabei die lebensbedrohlichen Gefahren des Blutübertrittes in die Atemwege (Sauerstoffmangel) und des Verblutens. Auch eine Lungenentzündung kann sich entwickeln. Eine Nachoperation kann erforderlich werden.

 

Verwachsungen oder Narbenbildungen besonders zwischen der Nasenscheidewand und der Nasenmuschel (mit behinderter Nasenatmung) oder im Bereich des Tränenkanals mit Augentränen sind möglich. Sie können durch eine operative Maßnahme meist wieder gelöst werden;


Selten kann eine Neigung zu trockener Nasenschleimhaut oder narbiger Schrumpfung mit Borkenbildung oder gelegentlichem Brennen auftreten; ggf. auch Neigung zu Trockenheit und Entzündungen im Rachen, Entzündungen der Nase, der Nasennebenhöhlen oder des Mittelohres. In der Regel lässt sich dies durch eine medikamentöse Behandlung bessern.

 

 

Wie gestaltet sich der Heilungsverlauf? 

Typischerweise tritt nach der Operation für ca.10 Tage ein ausgeprägtes Schnupfengefühl auf. Es entsteht dadurch, dass das gezielt vom LASER verbrannte Gewebe so anschwillt, wie Sie das von jeder anderen Verbrennung auch kennen. Zudem bilden sich auf den Verbrennungswunden Beläge. Sie dürfen dann nötigenfalls abschwellendes Nasenspray zum Einsatz bringen.

 

 

Verhalten nach dem Eingriff: 

In der ersten Woche nach der Operation sollten Sie auf alles verzichten, was "einen roten Kopf" macht. Vorsichtshalber sollte also um nicht eine Blutung zu provozieren alles vermieden werden, was den Blutdruck erhöht oder die Blutgefäße weit stellt:


z. B. nicht heiß baden oder gar saunieren

keine direkte Sonnenbestrahlung

keine körperlich Überanstrengungen