Informationen über direkte Kehlkopf und Luftröhrenuntersuchung 


(Laryngoskopie mit dem Stützendoskop, Tracheobronchoskopie)


Es gibt krankhafte Veränderungen im Kehlkopf, besonders an den Stimmlippen, die operativ abgetragen werden müssen, u.a. auch um eine Besserung der Sprechfunktion anzustreben. In vielen Fällen kann man diesen krankhaft gewachsenen Kehlkopfprozessen nicht ansehen, ob sie wirklich gutartig sind. Aus beiden Gründen ist es erforderlich, mit speziellen Instrumenten in den Kehlkopf hineinzusehen und die erkrankte Veränderung ganz abzutragen oder nur eine Probe von ihr zu entnehmen. In jedem Fall wird das erkrankte Gewebe zur speziellen Untersuchung eingeschickt, wobei das Ergebnis ungefähr eine Woche später wieder bei uns eintrifft. Eine direkte Luftröhren- und Bronchienuntersuchung ist u.a. dann notwendig, wenn aus Versehen ein Fremdkörper eingeatmet worden ist und durch den zwangsläufigen Abwehrhusten nicht wieder von selbst entfernt werden kann. Nach einer solchen direkten Untersuchung des Kehlkopfes und der Luftröhre ist dieses hochempfindliche Organsystem gereizt, so dass die Stimmfunktion noch deutlich beeinträchtigt bleibt. Es ist daher ganz wichtig, In den ersten Tagen die Stimme möglichst zu schonen, nur wenn nötig, leise zu sprechen, aber keinesfalls zu flüstern. Auch Räuspern sollte vermieden werden. Manchmal wird noch einige Stunden nach dem Eingriff ein wenig Blut abgehustet, was praktisch niemals einen Grund zur Beunruhigung darstellt. Außerdem können in den ersten Tagen hin und wieder Beschwerden beim Schlucken auftreten, die jedoch meist keiner weiteren medikamentösen Behandlung bedürfen. Da die Instrumente bei dieser Untersuchung aus Metall bestehen und letztlich abstützend über die Zahnreihen eingeführt werden, ist es denkbar, dass es im Einzelfall zu Verletzungen an den Zähnen kommen kann. In einigen seltenen Fällen schwillt der Kehlkopf unmittelbar nach einem solchen Eingriff innerlich an, was zu leichter bis mittelgradiger Atemerschwernis führen kann. Im Allgemeinen lassen sich diese Beschwerden mit Medikamenten behandeln und führen nur in extrem seltenen Fällen zu einem Luftröhrenschnitt, der aber fast immer nur eine vorübergehende Notfallmaßnahme darstellen würde.


Die direkte Untersuchung des Kehlkopf Luftröhrensystems wird in Vollnarkose durchgeführt.